reichweiter

Menschen, Medien, Eimerketten

Augenblick im Tomtom-Club

Mal was anderes.

Dichtform ist eigentlich nicht so mein Ding, aber versucht hatte ich mich vor 3 oder vier Jahren doch ein oder zweimal.

An den kurzen Zeilenumbrüchen.

Eher slam oder rap als lyrics –  falls da irgendjemand unterscheidet.
Also dachte ich mir, ich werf’s mal auf den Tisch, in die Runde …

.

Querer Schlag im Tomtom-Club                                        (März 2010)

ricochet im einheitslook
schlag-mich-tot & grüner sari
resteposten, unbeseh’n
grenzerfahrung osnabrück

reime schütteln, ärmchen schwenken
bremen, drohnen, alpha-glück
siede punkten, unentschieden
lieber doch zu haus’ geblieben

neophyten & neurosen
strammes girl in seemannshosen
aussicht, absicht, einerlei.
frankophile geben nach.

gewitter, gevatter,
ich ertrag kein geschnatter
auf’n punkt, im moment
macht’n fleck, geht dann weg

riesen, dosen, und frank goosen
diebstahl, haftpflicht, leere blasen,
rasen, düsen, blusen, klüsen,
randstad, sklaven & die bösen

mercredi & circonflex,
canon, nikon, rolleiflex.
luger, rommel, panther, tunis,
gimlet, gin, und tom-tom club

hand aufs herz & griff in schritt,
lady di, die welt weint mit.
onko, u.n.c.l.e., rote rosen,
martin luther king und schnitt

verschwörung, tripper, eitel’ phrasen,
gebäude sieben stürzt zu früh.
kleiner fehler nur gewesen
in übertragung bbc

zorngeschwellt & fehde/affront,
füller tropft, ist halt kein mont blanc.
parker, berserker & kritischer zeitpunkt,
den finger am drücker, die kinder am hals.
eine mutter schreit, und das auf bengalisch,

ein zaudern, entfremdung. flucht hals über kopf.

naja, was soll das denn sein? eine fraktale Erzählung? eher eine rhythmische Übung …

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2 Kommentare zu “Augenblick im Tomtom-Club

  1. Sophie
    19/01/2014

    Hui, ganz schön holprig der Rhythmus. Lese ich drüber, aber nicht bleibt zurück. Dann lieber so: http://www.youtube.com/watch?v=uUV3KvnvT-w.

    • reichweiter
      19/01/2014

      Holperiger Rhythmus, na das hoffe ich doch auch, ich könnt’s dir ja mal akustisch vortragen, dann trägt schon der rhyme – ist halt nicht immer vier Freunde im 4 Vierteltakt, auch wenn sie’s gut machen und anerkannt sind. Aber die kleinen Abweichungen (Abberationenen) sind der recess – und damit Irritation.

      hör dir doch zum Beispiel mal diese junge Bremer Psychologiestudentin bei ihrem Slam an:

      http://www.stern.de/panorama/slammerin-julia-engelmann-dieses-video-koennte-ihr-leben-aendern-2083645.html

      übrigens ein fb Beitrag von dem aus deinem freundeskreis getilgten Grafen 😉

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 19/01/2014 von in Alltags Watch, Geopolitik, Literatur.
Paul Fehm

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