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Menschen, Medien, Eimerketten

Faxen dicke – ich brauch mal etwas Kunst

Ich versprach mir ja, etwas Kürzeres und wenn möglich, etwas Sonnigeres zu schreiben.
Hier mein fifty-fifty Resultat: Ein spielender Versuch, die Maul-Afferei  einer marktspezialisierten Medieninformation  in Lautmalerei zu übersetzen.

Auslösende Info war, wenn im Detail auch nicht wichtig:

der Spiegel-online-Artikel dieses Sonntags, im Agenda Setting grad auf Platz 2:
Die Angst um Schwellenländer stürzt Finanzmärkte in Turbulenzen.
Den lese man sich mal in Ruhe durch und hinterfrage die Infos auf persönliches Verstehen und direkte Relevanz.

Mein Ansatz und Vorwurf in kurz

Da versucht ein Nachrichtenmedium die globalen Zusammenhänge zu erklären und verliert sich in unsäglichen Unverständlichkeiten.  Dadurch deckt sie immerhin die Unvereinbarkeit von dem auf, was geht, und von dem, was mensch noch verstehen kann: und postuliert in seiner Berichterstattung  die Existenz zweier entfremdeter Sprachen, die nichts miteinander zu tun haben, sondern sich durch die scheinbare Bedeutung  in die Wahrnehmung der Leser einschmuggelt.

Meine Gegenreaktion

Ich habe diesen Text mal versucht, in ein ähnlich abstraktes Konstrukt zu übersetzen, ich gebe zu, dass ich dabei an Kurt Schwitters‘ Ursonate und einen noch nicht geborenen Rückübersetzer dachte.

Dabei herausgekommen ist ein anderes Extrem, artsy-fartsy, aber ich schwöre: inhaltlich ist das 1 : 1

Hier kommt’s:

mmjumlada - schniefödie, mmmmm ahada jojoda, schnurgel, 
schmiegel lödulatitropie - kantropie su su schu - 
blllllllllrtn y nada - sargoti mjada - 
mmmmmhemmmju mjumlada canopi. flimsn difada, 
ugu uguntu blu bru na tuloda lemlem.
nnnnnnnnyota ni yoka, kalini werskrobdo,
schaling schaling. kajatsu niltropa, fassanitsche tschiwo.
.
mmmnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnndozzzzzzzzzzzzzzzz 
zzzzzzzzzzzraaaaaaaaaaaaadauuuuuuuuuuuuuuuuieeega !
oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooom 
padda di huuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuum 
-
sssschwitt witt winn - brunz wicke nie wiked. 
oolol lol lo bri sssdann dileggcho, 
rasnutn dinkriwo brzn drzn balugg'n luggn luggn. 
jasda finskudo ! . ´´ - schaduda ... njöpn ladunsen, 
vnie kenra disludes - jamä in xkusen 
ma blagga dishlotzn, datinka ki yaha - snü lipn bro kasn; 
riertowerchgugrisnjetimbokdadilada ! un vahrstehste ? 
göllegölle riznfizn, pilao rin schnierfn ! dakada - de nade 

(triefste abbiege - unnen abdrang)

+++

Möge dieses Silben-Blubbern wirken wie ne Laserkopfreinigung für einen antiken CD-Bläher.

Ist wahrscheinlich ne Zumutung, aber laut gesprochen macht das den Kopf frei und verhindert vielleicht die angebliche Bedeutung solcher Spiegel-News.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 26/01/2014 von in Alltags Watch, Literatur, Polemik, Politik - Inland und getaggt mit , , , , .
Paul Fehm

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