reichweiter

Menschen, Medien, Eimerketten

Private Life #1

ich will diesen Monat mal was anderes erzählen, von Begegnungen mit Menschen, statt über Medien, und klammere das Abstrakt-Politische soweit möglich aus. Mal sehn, ob ich das durchhalte.

Für solche Berichte durchforste ich meine Aufzeichnungen  der letzten 2 Jahre. und beginne mit:

120113 – freitag, der dreizehnte

da gab es eine Party „in the house“ – gibt es darüber was zu berichten?
ja, ein paar Momente, die kann ich mal notieren.

Vorab ein dickes D. für unsern C. – er macht’s ja immer möglich. und es war gut.

musiziert hab ich, und wir waren am Start. zwei oder dreimal bekam ich auch zu hören:
du sangst gut – ich sagte danke, das tat mir ganz gut; ich war präsent, konnte beeinflussen,
und wir wurden immer  besser, einmal angeschubst, war die Band dann dicht am Ball, konzentriert,
intense … gutes Gefühl meinerseits, das bedeutet: ich kann noch Musik, kann Einfluss nehmen, werde wahrgenommen, kann begeistern. musiker & publikum.

auch wenn ich mich dabei verstecke, ich singe gern und manchmal gut,
bloss der Frontman zu sein, das liegt mir nicht. lungere lieber in dunklen Ecken,
halt das Mikro leicht verdeckt …

mit Arianna darf ich jetzt immer Deutsch sprechen, wenn wir uns sehen.
und Delel habe ich eine kleine mexikanische Möchtegern-Kaktus-Puppe geschenkt
für das Wort Caracho, das sie fallen liess, und weil ich sie das erste Mal in 2012 sah.

so geht das

Jay aka Juni hab ich auch kurz gesehen, erstmals seit bald 6 Wochen, zuerst aus der Ferne
mit ihrer Freundin Sandra, die ich dann beim ersten Hinsehen als jene erkannte, die ich gar nicht treffen wollte.

im Keller einen Adrian aus München gestreift, einen blonden Rapper aus letztem Sommer wiedererkannt, auch Toni getroffen, Darius sowieso, und den Bariton Saxophonisten plus einen wilden Drummer

mit Jay kurzen Text ausgetauscht, ihr Sorry für das letzte Gespräch, ich nehm es an,
und sag ihr, das ist doch nicht wichtig.

aber weiter kommen wir nicht. der Strom der Ereignisse reisst uns weg.

Leo will ich nicht vergessen. die kenn ich auch aus letztem Sommer, eine Freundin von Jay, denk ich.
ich mag sie ganz vage und unbestimmt, auch wenn sie immer so kritisch und vernichtend kuckt, aber vielleicht ist das ja auch nur der Blick zurück…  ich brauch auch etwas Zeit, bis ich freundlich kuck.

und dann kam ja noch Daria, mit einer Horde Italiener oder woher auch immer, auf jeden Fall: im Pulk.
sie kenn ich auch aus unserem Garten. und jetzt mal ehrlich, das ist Frau Unglaublich.

okay, das schraub ich erst einmal zurück. eine Ukrain-Italienerin, schlank +  gross, 181 cm sagt sie, wegen der Symmetrie, eine klassische Schönheit, aristokratischer Schnitt, doch mit punkigem Background, erst seit 2 Monaten hat sie eine eigene Wohnung, erzählt sie, während sie eine Pritsche im Hauskeller als Notlösung testet und diesen mit double-Äi plus als ein gutes Plätzchen einstuft.

some girl divine spricht mit mir, teilt mit mir eine Zigarette, reicht mir das Mikro rüber, das wär doch
nicht nötig, sie hat ne tolle Stimme, beim Sprechen oft einen satten Alt, beim Singen blitzt etwas Magisches auf.

I simply adore – und erinnere mich an eine Begegnung im Sommer mit ihr, mit einem golden frisch geföhnten Surferboy, den sie da mit gebracht hatte, denke mit Kopfschütteln an Rückzug auf eigene Liga und vorzeitige Geriatrie.

und zum Schluss gab’s in den eigenen vier Wänden vom blauen Sofa noch nen Vortrag vom Klavierstimmtheoretiker: ausuferndens Zahlengeschwirr über Symetrien der natürlichen Tonabstände

dann war es nur noch viertel vor 6, und ich sagte „stopp“, machte mir was zu essen, irgendwas mit Hühnchen,

ging zu Bett und schlief ein.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 04/02/2014 von in Alltags Watch.
Paul Fehm

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